Samstag, 10. April 2010

Wasser

Ich habe herausgefunden, wie man am besten Wasser spart!!!
1. Einen Duschkopf bei dem das Wasser herausrieselt und man wärend sich das Haar mit Wasser vollsaugt, steht man frierend auf einem Bein.
2. Einen Boiler der so klein ist, dass das Wasser bevor man fertig ist kalt ist, wenn man es nicht in der Zeit, in der frau die Beine rasiert abstellt.
3. Für das Wasser selbst zahlen.

Das töhnt nicht besonders angenehm... ist es auch nicht.
Aber das Gute Gewissen ist dafür unglaublich zufriedenstellen.

Donnerstag, 18. Februar 2010

"Kompromisse"

Wie entsorge ich Glasflaschen, PET und Aludosen, wenn der Müll ungetrennt vor die Tür gestellt werden sollte?
Wieviel Seife fülle ich in die Waschmaschiene, wenn ich keinen Massbecher habe, das Wasser selbst nicht wirklich sauber ist und eiskalt gewaschen wird?
Auf dem Markt gibt es Sommergemüse und Früchte aus dem warmen Sezuan, die kommen per Zug hierher, kann ich also ohne schlechtes Gewissen im Winter Tomaten kaufen?
Seit Wochen ist das Thermometer nicht über den Nullpunkt hinauf gestiegen, mein Fenster zieht obwohl ich es mir Klopapier ausgestopft habe. Darf ich die Elektroheizung, die mir meine Freundin dagelassen hat, benutzen, wenn ich nach dem Duschen nasse Haare habe?
Wie viele Male pro Woche kann man ungestraft im Mac Donalds essen gehen? Und sollte man dabei das Tablett selbst abräumen, oder die Angestellten machen lassen?
Wie kriege ich den Fussboden sauber ohne Kubikliter an Wasser zu verbrauchen?
Was mache ich mit dem Papier, das ich mit Wörtchen gefüllt habe und nun nicht mehr brauchen kann?
Ich finde keine Erde für meine Pflanzen und werfe die Gemüseschalen in den normalen Kericht, weil es keinen Kompost gibt.
Weil ich das Fenster nicht öffnen kann, benutze ich die Klimaanlage um ab und zu zu lüften.
Darf es manchmal auch ein Taxi sein, wenn es -5° und windig ist, wenn der nächste Buss erst in einer halben Stunde kommt?

Das Leben hier in Beijing verlangt Kompromisse... aber ich bin auch ziemlich bequem geworden.
Bequem auf Kosten der Umwelt. Keine gute Idee. Ich weiss.
Die Elektroheizung wird nicht mehr angemacht. Beijing hat ohnehin bereits ein Stromproblem.
In der Ikea habe ich Recyclingkontainer gesehen. Es gibt also keine Ausrede mehr um Flaschen in den Müll zu geben.
Auch der Mac Donalds wird gestrichen. Wo ich doch so gerne koche und das viel gesünder.
Das heisse Wasser zum Abwaschen hole ich wohl besser beim Wasserheizer in der Waschküche, statt stundenlang zu warten bis sich die Leitung mit warmem Wasser gefüllt ist.
Hoffentlich finde ich auch bald Lösungen für die andern "Kompromisse".

Avatar

Zuerst: Ich habe wieder einmal einen Weg gefunden von hier aus zu posten. Und die Blogs meiner Freunde zu lesen. Man kann sich gar nicht vorstellen wie schön das ist. Es kommt mir oft so vor, als würde ich die Hälfte aller Neuikeiten verpassen, ohne diese Posts. Und das obwohl ich regelmässig Nachrichten höre. Ja, ich gebe zu dass ich mich in meiner Freiheit eingeschränkt fühle, wenn ich das nicht kann.

So und jetzt zu Avatar. Ich bin nämlich vor ein paar Wochen zum ersten Mal in China ins Kino. Das war viel einfacher als wir gedacht hatten. Unsere beschränkten chinesisch Kenntnisse reichten um den Spielplan im Internet zu lesen und das nächste Kino ist ganz in der Nähe. Ein wunderbares Kino übrigens, das es locker mit jenen in der Schweiz aufnehmen kann. Die Preise sind darum auch vergleichbar. Wir zahlten 90 Yuan, dass sind 15 Fr., für die 2D Version, um 23:00 Uhr.
Der Film hat uns allen sehr gut gefallen. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen und ich werde mir bestimmt auch die DVD kaufen. Am schönsten fand ich die Lichter die Pandorra nachts zu einem Paradies machen.
Meine Freundin aus der Schweiz hat mir berichtet, das einige ihrer Kollegen nach dem Film allerdings etwas bedrückt waren, da es auf der Erde nicht so schön ist.
Ich kann dem nicht zustimmen. Für mich ist die Erde noch immer der schönste Planet den ich mir vorstellen kann. Ich glaube auch nicht, das wir Menschen eines Tages auf einen anderen erdänlichen Planeten reisen können. Nein, die Erde ist das einzige Paradies, dass wir haben. Eben darum ist es so wichtig, dass wir dazu Sorge tragen.

Samstag, 29. August 2009

The Bodyshop

Ich war diesen Monat überhaupt keine fleissige Bloggerin. Mir fällt nämlich keine Weltverbesserung für den August ein.
Ich habe es nicht geschaft, meinen Chef zum Lichtsparen zu animieren und ich konnte meine Eltern auch nicht zu einer neuen Tiefkühltruhe überreden. Ja, und mir fällt nichts ein das ich selbst noch tun könnte. Ausser vielleicht die Klimakompensation für meinen Flug nach Beijing. Aber die kostet 81.-Franken. Und ich spare doch jetzt schon jeden Rappen.

Anfangs August war ich im Bodyshop und habe Shampoo eingekauft. Für 150.- Franken.
Aber da ich immer im Bodyshop Shampoo kaufe, zählt das nicht. In Beijing gibt es übrigens keinen Bodyshop, auch kein Lush. Der Markt dort ist wohl noch nicht so weit.
Der Bodyshop gehört ja jetzt auch zu L'Oreal. Und wärend sie im Bodyshop Handcrème gegen den Menschenhandel, vorallem mit Frauen, verkaufen, macht L'Oreal weltweit Webung für ihr Geleroyalshampoo. Diese Werbung bringt mich jedesmal au die Palme!
Die beiden schönen Frauen, die lächelnd ihre Haare schwingen und "Glossy glossy" sagen... gibt es etwas Entwürdigerendes?
Ich werde niemals Shampoo kaufen, das Frauen für so doof hinstellt. Und ich kann nur hoffen, das es meinen Geschlechtsgenossinnen mir gleichtun.
Falls einer mich nicht verstehen kann: Mann stelle sich die Werbung mal mit Männern vor....

http://www.youtube.com/watch?v=WVUuwELwAuE

Mittwoch, 29. Juli 2009

Gleichstellung

Das Thema das mich neben der Umwelt am meisten beschäftigt ist die Gleichstellung. Natürlich die Gleichstellung aller Menschen, aber im Besonderen die Gleichstellung von Mann und Frau.

Damit stosse ich oft auf Wiederstand.
"In der Schweiz sind die Geschlechter doch gleichgestellt." Das höre ich oft. Männer fühlen sich angegriffen. Frauen weichen dem Thema aus, oft in der Angst nicht mehr attraktiv zu wirken.
Ja, in der Schweiz hat sich seit den ersten Feministinnen bereits sehr viel getan.
Wir Frauen sind mündig geworden. Wir haben das Recht auf eine eigene Meinung und Bildung erhalten. Wir können nun selbst über unser Leben bestimmen.

Aber pefekt ist es darum noch lange nicht.
Noch gibt es zum Beispiel Lehrpersonen, die das Gefühl haben, das Schülerinnen im Deutsch gut und in der Mathematik schlecht sein müssten. In der Bezirkschule habe ich nach einem Sechser (Bestnote in der Schweiz) in der Mathematikprüfung folgenden Satz des Lehrers gehört: "Jungs was macht ihr? Wie könnt ihr euch von einem Mädchen schlagen lassen? Strengt euch mehr an!"
Und auch meine Reaktion darauf will ich nicht verschweigen: "Da hat wohl eine blinde Sau eine Eichel gefunden." Dass ich selbst gut in der Mathematik sein könnte, wollte ich schlicht und einfach nicht glauben.

Aber auch das Umgekehrte ist oft der Fall. In Fächern wie Deutsch und Kunst werden die Jungs benachteiligt. Sie haben kaum eine Chance auf Höchstnoten zu kommen.

Gleichstellung ist eben nicht nur die Gleichstellung der Frauen, es ist auch die Gleichstellung der Männer. Und die Gleichberechtigung muss nicht nur im Gesetz festgelegt sein, sondern auch in den Köpfen der Menschen.

Aber die Köpfe der Menschen brauchen Zeit um sich an neue Umstände zu gewöhnen. Sie sind bequem und wer jetzt schon nachgibt, riskiert einen Rückfall.
Gleichstellung ist ein Konzept, das noch einige Verbesserungen verlangt. Darum muss das Thema auch weiterhin diskutiert werden.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Weltverbesserung im Juli


Sicher ist meinen Lesern aufgefallen, dass ich diesen Monat noch nichts zu Verbesserung meines ökologischen Fussabdrucks gemacht habe. Oder besser gesagt, ich habe es noch nicht in diesen Blog geschrieben. Diesen Monat habe ich beschlossen, beim Duschen Wasser zu sparen. Wärend ich mich einseife und die Beine rasiere stelle ich jetzt immer das Wasser ab. Ausserdem dusche ich kälter und ich stelle den Strahl schwächer ein.

Ich weiss noch nicht, ob ich das alles auch im Winter beibehalten kann. Wenn es kalt ist, geht nichts über eine warme Dusche. Ich hege aber die Hoffnung, dass mir der Herbst als Übergang dienen wird, so dass ich im Winter nicht friehren werde.

Sonntag, 19. Juli 2009

Waschnüsse

Ich habe versprochen, auf die Waschnüsse zurück zu kommen.

Indische Waschnüsse enthalten einen seifenänlichen Stoff. Mit etwa fünf Nüssen in einem Leinenbeutel kann man damit Wäsche waschen. Ein halbes Kilo Waschnüsse reicht bei uns, einer fünfköpfigen Familie, darunter ein Rekrut, etwa für ein halbes Jahr. Natürlich braucht es auch noch etwas Entkalker, aber ansonsten ist das Ganze ziemlich natürlich. Nur einen weiteren Nachteil gibt es noch: Weisse Wäsche lässt sich mit Waschnüssen nicht waschen. Sie würde vergilben oder grau werden.


Natürlich, sparsam, kostengünstig... Es würde eigenlich alles für die Verwendung von Waschnüssen sprechen. Oder besser gesagt, es spricht zu viel für die Verwendung. Mittlerweile sind so viele Menschen in Europa und der USA davon überzeugt, das die Nachfrage nach den Nüssen ins unermessliche gestiegen ist.
Nun schlägt sich die Nachfrage immer auf den Preis aus und in diesem Fall, können die Inder den Preis, den wir in Europa bereit sind zu zahlen, nicht aufbringen. Sprich: in Indien, dem Herkunftsland der Waschnüsse, wird mit billigerem Waschmittel gewaschen. Die teuren Nüsse werden exportiert.
Ist das schlimm? Sollen nicht die Inder an den Waschnüssen etwas Geld verdienen dürfen?
Doch in dieser Rechnung fehlt noch ein Faktor. Die Kläranlagen.
Unsere Kläranlagen kommen mit den Waschmitteln zurecht. Es wird neutralisiert und das Wasser so wenig wie möglich verschmutzt. Doch in Indien gibt es kaum Kläranlagen. Ein Umstand der eine natürliche Reinigung der Wäsche erforderlich macht.
Kann ich nun mit gutem Gewissen Waschnüsse verwenden?